„Ich bin schon froh, wenn Weihnachten wieder vorbei ist!“(Oder: 5 Tipps, wie Sie es schaffen könnten)

Artikel erstellt in Allgemein

Wenn Sie so oder ähnlich über die anstehende Weihnachtszeit denken, dann sollten Sie diesen Artikel lesen. Sparen Sie sich bitte Ihre Zeit, wenn Sie sich auf Weihnachten freuen. Auf Treffen mit Ihren Lieben, Mußestunden, Besinnlichkeit, gutes Essen in froher Runde oder traditionelle Rituale, die jetzt für Sie anstehen und die Ihre Augen begeistert strahlen, Ihre Ohren wohlig spitzen, Ihre Nasenflügel freudig weiten und Ihrem Gaumen das Wasser in den Mund treiben lassen. Gutes Gefühl im ganzen Körper. Für Sie ist jetzt Schluss und viel Spaß beim Plätzchen backen oder was auch immer Sie Schönes treiben.

Noch mehr Stress als sonst

Für Sie, die Sie weiterlesen, ist Weihnachten fast schon ein Horror. Die Weihnachtsfeier wurde bereits in den November vorverlegt, weil im Dezember kein Abend mehr frei war! Die Lebkuchen und den Spekulatius knuspern Sie schon, seit er sich im September im Supermarkt bei 27 Grad fragt, was er dort schon zu suchen habe. Ihre „to-do“-Liste, die am 26. Dezember ihr großes Finale hat, haben Sie mittlerweile auswendig im Kopf. Alle Jahre wieder.

Schöne Weihnachten

Vielen wird schon flau im Magen, wenn sie nur dran denken: Geschenke kaufen, Geschenke einpacken. Die vielen Weihnachtsfeiern, Verabredungen auf den Weihnachtsmärkten mit Menschen, für die Sie das ganze Jahr keine Zeit hatten. Jetzt muss das halt auch noch sein. Ist ja Weihnachten. Die Kinder fordern: Nikolaus, Weihnachtskonzert in der Schule, Plätzchen backen im Kindergarten, der Basar für die guten Taten und und und. Wenn nicht jetzt, wann dann? – Uff.

Deine Eltern, meine Eltern

Die Emotionen heizen sich auch gerne beim Thema auf, wer wann bei wessen Eltern an Weihnachten seinen manchmal sogar als Pflicht empfundenen Besuch abhält und die Kinder, und Enkel zu sehen geradezu beanspruchen darf. Letztes Jahr waren wir am 24. bei Deinen Eltern, dieses Jahr will ich zu meinen! Und wenn Sie eine „patchwork“ Familie sind, also ein Fleckenteppich von halbfamiliärem Zustand und 360 Grad Gezerre. Na, dann mal wieder „friedliche Tage“.

Apropos, der weihnachtliche Streit ist kalkulierbar

Die Konfliktrate schnellt um die Weihnachtszeit mit den Verkaufszahlen nach oben. Selten wird gebündelt so viel gestritten, wie in diesen Tagen. Die Emotionen und Nerven liegen blank. Derweil ist doch Weihnachten das Fest der Liebe! Pustekuchen. Immerhin, der Konflikt ist kalkulierbar. Sie wissen genau, wann, mit wem, bei welchem Reizwort sich die Lage entzündet bis zur nicht mehr vorhandenen echten Kerze auf dem Christbaum. Vorsicht, gleich brennt´s!

Geschenke, Geschenke

Den Streit können auch die schönsten, teuersten und größten Geschenke nicht verhindern. Die „Wunsch“liste ist zur  Forderung, zum Schadensersatz und Schmerzensgeld, eine Substituierungsliste geworden für „nie hast Du Zeit für mich“, „die dauernde Streiterei bei Euch geht mir an die Nieren“, „wieso lässt Du mich mit allem alleine und kümmerst Dich nicht auch einmal?“ und vieles mehr.

Strategien

Pfiffig wie Sie sind, haben Sie Strategien entwickelt, sich der Lage zu stellen. Die Exitus Strategie ist eine davon. Hauptreisezeit, nicht nur wegen der Schulferien. Nix wie weg, in den „richtigen“ Winter zum Schifahren, in die Wärme oder noch besser, in ein nichtchristliches Land. Dann haben Sie wirklich Ihre Ruhe. Süßer die Glocken nie klingen… Krank sein ist auch beliebt. Der wochenlange Stress im Advent nach den stressigen Monaten zuvor und das Jahresendgeschäft im Büro. Kein Wunder, wenn Ihr Immunsystem sagt, „hey Freundchen, jetzt reicht´s mir aber!“ Die Apotheken sind begeistert und deren Angestellte liegen dann, auch platt wie ein Lebkuchen, unter der geschmückten Tanne. Wenn Sie alleinerziehend sind, haben Sie das natürlich auch noch gemacht, solo natürlich.

Der Sprung aus dem weihnachtlichen Hamsterrad

Wie diese Zeit alles andere als weihnachtlich ist, das wissen Sie bereits. Sie haben es über viele Jahre in einigen Variationen verprobt. „Never change a running system“, sagt Ihr Weihnachtshamster grinsend im Hamsterrad, bevor er wieder herausfliegt. Wenn Sie jetzt aus dem Hamsterrad aussteigen möchten, dann müssten Sie anders über sich und Weihnachten denken und vieles anders oder etwas anderes machen. Sind Sie dazu überhaupt bereit? Oder kommt jetzt, wie an einer Perlenkette eine Überzeugung nach der anderen (ein sog. Glaubenssatz, weil er keine universelle Wahrheit, sondern ein Gedanke in Ihrer selbst fabrizierten Welt ist, den Sie für wahr halten) „das geht nicht, weil…“ Auch dann, schade um Ihre Zeit. Bitte hören Sie jetzt auf, diesen Artikel weiterzulesen. Das bringt Ihnen nichts und Sie haben jetzt eh so viel um die Ohren. Sie sind zum Hamster im Hamsterrad bestimmt. Weihnachten ist ja bald wieder vorbei.

5 Tipps für den, der es wagt …

Nummer 1.
Halten Sie inne (nehmen Sie gerne ein Blatt Papier und skribbeln Sie Ihre Antworten). Überlegen Sie, was Sie da eigentlich tun. Ja, genau, Sie! Nicht die böse Weihnachtswelt da draußen, die nervigen Schwiegereltern, die fordernden Kinder, die Firma, die etwas mit Ihnen anstellen. Sondern Sie, höchstpersönlich.

Nummer 2
Jetzt horchen Sie einmal in sich hinein, woher dieser Glaubenssatz, dieser Gedanke kommt. Wer sagt das eigentlich? Kommt der Satz von Ihnen oder Mama, Papa, der Gesellschaft, Ihrer Religion, Ihrer Firma, der Großmutter oder anno dazumal? Ist das wirklich wahr, was Sie da glauben? Gibt es Gegenbeispiele? Kennen Sie Menschen, die es schaffen, eine „gute“ Weihnachtszeit zu haben? Oder die Weihnachten ganz anders gestalten, als Sie das tun, z.B. wohlig alleine zuhause, ohne Geschenke, „nur“ mit ein paar Freunden, in einem Ehrenamt, fremde Menschen aufnehmend?

Nummer 2.
Hand aufs Herz. Wie geht es Ihnen damit? Was fühlen Sie? Wie empfinden Sie das, was Sie denken über das, was Sie sich da antun? Gibt es ein Körperecho, z.B. eine Verspannung irgendwo oder einen Druck? Wo und wie genau spürt es sich dort an, wenn Sie rein und durchspüren. Versuchen Sie, es so präzise wie möglich, zu beschreiben. Und: Kommt Ihnen das bekannt vor (bitte notieren und auch, an was Sie das erinnert)?

Nummer 4
Tief eingeatmet (Inspiration) und mit dem Ausatem (Loslassen)… hat es hoffentlich geklickt. Wenn Sie schlau sind. Dann haben Sie bereits jetzt begriffen, wo der Hamster im Hamsterrad läuft.  Wer Hamster, wer oder was Rad ist. Wunderbar. Belohnen Sie sich mit einer Tasse Tee und einem wirklich guten Lebkuchen oder einem Käsebrot mit einem Glas Bier oder einem Glas Mineralwasser…, jetzt wo Sie aus den Hamsterrädern aussteigen (wer sagt, dass man jetzt Lebkuchen essen und Tee trinken soll?). Das haben Sie sich verdient. Jetzt notieren Sie, wenigstens gedanklich, noch besser schriftlich, was Sie aufgrund dieser Erkenntnis, dieses Jahr anders machen werden. Wofür stehen Sie nicht mehr zur Verfügung? Was lassen Sie, um an anderer Stelle mehr zu haben? Wo sagen Sie „nein“ und damit „ja“ für sich selbst? Wie organisieren Sie sich anders? Der Kompass ist Ihr Herz, bzw. Ihr Bauch. Wenn sich beides wohlig und friedlich anfühlt, dann sind Sie auf Ihrem Weg zur Lösung. Wenn es sich irgendwo anspannt, krampft, wenn es schwitzt oder unangenehm wird, dann wissen Sie genau, wo der Weg nicht lang geht. Dann probieren Sie es anders. Was kann ich weglassen, delegieren, anders organisieren? Die Verdächtigen heißen „muss“, „kann doch nicht“, „das geht nicht“, „was soll denn …. von mir denken“, „das muss ich dann später bereuen“ oder „dafür werde ich dann soundso behandelt (= bestraft)“. Sie sind ein freier Mensch oder nicht? Selbstverantwortlich, oder nicht? Also dann mal ran an den Speck(ulatius). Wichtig: Machen Sie nur die Schritte, die Ihnen wirklich möglich sind. Diese machen Sie täglich. Und wenn es nur ein Millimeter ist. Den gehen Sie!

Nummer 5
Jetzt müssen Sie dabei bleiben. Die Adventszeit ist ja ein Marathon von vier Wochen. Das braucht Ausdauer und einen langen Atem. Schaffen Sie sich – in einem für Sie möglichen Rahmen und wenn das nur 5 – 10 Minuten täglich sind – eine kleine, adventliche Oase für sich. Atmen Sie tief ein und aus. Nehmen Sie Kontakt mit sich auf. Überprüfen Sie, wie adventlich oder weihnachtlich Ihnen zu Mute ist und wie Sie auf welchen Gedanken reagieren. Dann justieren Sie für diesen Tag, bzw. für den nächsten. Was lassen Sie, was machen Sie anders, damit es für Sie besser gelingt, angenehmer, wohliger, friedlicher, fröhlicher, entspannter, freier, selbstbestimmter wird? Sprengen Sie Ihre Ketten. Stoppen Sie demonstrativ das Hamsterrad und springen Sie beherzt heraus! Wenn Ihnen das nicht gefällt, dann hüpfen Sie jederzeit wieder hinein. Man muss nicht wissen, wie „gut“ ist. Doch wie der nächste Schritt für „besser“ ist, das wissen Sie bereits. Jetzt. Binden Sie Ihr Umfeld in Ihre Veränderung mit ein: Sagen Sie ab und dazu, warum.

Ihre Belohnung: Ein Fest der Freude, der Liebe, des Lichts!

Sie sind entspannt und können diese lichtvolle Zeit genießen. Es hält Sie nicht nur körperlich, sondern auch psychisch gesund. Sie verstricken weder sich, noch andere (Partner, Kinder, Eltern) in komplizierten, bindenden Schlaufen. Nachdem Sie schon mehr als alles und davon zu viel – an Sachen meine ich – haben, erkennen Sie den günstigeren, oft kostenlosen, jedoch unbezahlbaren Schatz von gemeinsam oder alleine verbrachter Zeit. Als „Qualitätszeit“ differenziert man das heutzutage.

Erfreuen Sie sich an Geschenken, die Sie gemeinsam erleben, statt des teuren Spielzeugs der Marke Musssein. Ein gemeinsamer Ausflug in einen Klettergarten, eine Wanderung, ein ausführliches Frühstück, eine Städtereise oder ein Konzert- oder Theaterbesuch. Geschenke, die sich verbrauchen und nicht zum Rumstehchen und Staubfänger werden: Gute Naturalien und hochwertige Naturköstlichkeiten, z.B. Essig und Öl, Kosmetik und Duft. Wählen Sie mit Bedacht und Herz aus oder lassen Sie es ganz. Dann schenken Sie lieber 2 Stunden Zeit und helfen Sie bei der Gartenarbeit, beim Bügeln, Aufräumen oder beim anstehenden Umzug. Betreuen Sie das Kind, gehen Sie mit dem Hund spazieren oder eine Besorgung oder die Excel Liste machen. Das ist wertvoller, als der xte Kerzenständer, die soundsovielste Vase, Kette, Uhr oder der 12. Ring, wo Sie doch nur 10 Finger haben, oder, oder, oder.

Sie haben als Leser meiner Artikel schon längst verstanden, dass Sie diese Dinge nicht glücklicher, entspannter und freier werden lassen. Ganz im Gegenteil: Sie ölen damit Ihr Hamsterrad. Also hören Sie auf, Sie anzuhäufen. Das Zauberwort heißt „nein danke! (dafür stehe ich nicht mehr zur Verfügung)“. Am besten, Sie machen auch davon eine Liste. Sie vergessen es sonst und erinnern sich erst daran, wenn es wieder passiert ist. Dann dreht Sie Ihr frisch geöltes Hamsterrad weiter. War das nicht früher Teil der Folter, dass man sein eigenes Folterwerkzeug vorbereiten musste? Was heißt da „früher“ und jetzt auch noch freiwillig! Also: Zeit zur Entschleunigung und Sie beginnen wieder mit Schritt 1.

Fazit

Ich hoffe, es ist Ihnen nun nicht nur ein Licht aufgegangen. Wie Sie die Adventszeit empfinden werden und wie Weihnachten für Sie dieses Jahr laufen wird, hängt entscheidend von Ihrem Regisseur auf Ihrer Lebensbühne ab, der gleichzeitig der Hauptdarsteller ist. Wenn es doch nicht gelingt, dann stehe ich Ihnen (nach der Winterpause) gerne wieder zur Seite, um Blockaden zu lösen und Sie an Ihre Ressourcen zu erinnern. Das nächste Jahresende ist nämlich in nur 12 Monaten bereits in kalendarischer Sichtweite.

Natürlich sind Sie auch am 28. Dezember von 10 – 17.30 Uhr zu meinem traditionellen Erlebnistag Jahrausjahrein 2019/20 willkommen.  Am 28. Dezember werden Sie Weihnachten geschafft haben, oder Sie sind es. Wenigstens einen Tag Pause können Sie sich gönnen. Ganz für sich. Zum Reflektieren, erkennen, Revue passieren lassen, justieren und ins neue Jahr starten, anders natürlich.

So oder so, machen Sie etwas draus, denn die Anzahl der Weihnachten, die Sie in Ihrem Leben noch verbringen werden, ist gezählt…

Übrigens: Ich stelle Ihnen natürlich auch gerne einen hübschen inmetra® Geschenkgutschein aus. Auch der Workshop am 11. Januar 2020 von 16-19 Uhr mit dem Thema „Ausmisten“ könnte etwas sein. – Was sollen Sie mit dem ganzen Sachgeschenken früher oder später auch machen? Und wer grundsätzlich am Ausstieg aus Hamsterrädern interessiert ist, die nächste NLP Practitioner Ausbildung startet am 25. Januar 2020.

 

 

 

 

 

Vanessa Vetter – die Frau für Veränderung. Because change is your chance.

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Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung genutzt werden. Lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie daran interessiert sind.

1 Kommentar

  1. Sabine Grözinger
    2. Dezember 2019

    Mal wieder ein fantastischer Beitrag. Dankeschön, liebe Vanessa.

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