„Ich müsste dringend ausmisten! Wenn es mir nur nicht so schwer fiele…“

Artikel erstellt in Allgemein, Coaching

Warum es sich lohnt, auszumisten, das lesen Sie im Folgenden, natürlich mit praktischen Anregungen zum Selbstcoaching. Und wenn es für Sie gemeinsam viel leichter geht, habe ich für Sie den Workshop „Ausmisten“ am 11. Januar 2020 von 16-19 Uhr konzipiert, damit Sie in 2020 endlich mal (weg)schaffen, was Sie sich schon so lange vornehmen. Doch eines nach dem anderen (wie beim Ausmisten).

„Ich müsste unbedingt ausmisten!“ Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Bestimmt von der Freundin eines Kollegen, dessen Schwester und deren Nachbar…

Neulich sagte eine Kollegin zu mir: „Vanessa, Du musst das unbedingt anbieten. Das ist unglaublich, wie Du das machst und so viele tun sich doch so schwer damit. Ich zum Beispiel…“ Naja, ich lächelte. Selbst, wenn es nicht auf meiner Website als explizites Angebot steht: Ich bin verdammt gut im fröhlichen (!) Aufräumen, Ausmisten, Umsortieren, wieder in den Umlauf bringen und Loslassen. In der Familie und von Freunden werde ich dafür bewundert und gerne gebucht. Und auch im Coaching ist es immer wieder ein relevanter Teil meiner Arbeit, wenn der Veränderungsprozess nachhaltig sein soll.

Die Seele jeder Ordnung ist ein großer Papierkorb

Das soll Kurt Tucholsky gesagt haben. In meinen Coachings gibt es Fälle, da arbeite ich auch beim Klienten zuhause, damit ich sehen kann, was auch dort aufgeräumt gehört, weil es, zwar nicht offensichtlich, doch tatsächlich mit dem Problem zusammenhängt. „Wie innen, so außen“ heißt dieses Universalprinzip. Wie in einem Fall, den ich noch heute beachtlich finde.

Der vollgestopfte Keller (der Dachboden, die Garage, das Arbeitszimmer oder, oder, oder…)

Eine Klientin kam mit einem ganzen Konglomerat an Problemen im Paket: Der Vater des Kindes war mit einer neuen Frau verbandelt, zahlte keinen Unterhalt und sie hatten eine Wohnung im hälftigen Eigentum, dessen Darlehensleistungen er nicht mehr bediente. Die Zweizimmerwohnung, in der sie mit ihrer 9-jährigen Tochter wohnte, wurde zu eng. Doch wie sollte sie eine neue Wohnung finden, zahlen können und überhaupt? Es war verständlicherweise alles ziemlich schrecklich und verfahren. – Die Ärmel hochgekrämpelt und, im wahrsten Sinne des Wortes „aufgeräumt“! Nach einigen Terminen bei mir in der Praxis, in der wir die inneren, emotionalen Verstrickungen und Blockaden lösten, ging es tatsächlich vor Ort darum, auch im Außen Ordnung zu schaffen.

Mehr Platz im Leben – für Frisches, Neues, Passendes

Die Klientin berichtete mir ca. ein halbes Jahr nach unserer Zusammenarbeit und lud mich, ganz zufrieden und auch stolz über ihren Erfolg, zu sich in die (wohlgemerkt alte) Wohnung ein. Was habe ich mich gefreut! Die „neue“ Wohnung wirkte luftig, heller, größer, weiter, fröhlicher. Die Tochter hatte, mit einer gemeinsam entwickelten, geschickten Möblierung, ein eigenes Zimmer „gezaubert“ bekommen. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war wieder harmonisch und kooperativ. Die Auseinandersetzung mit dem Exmann ging immerhin mit kleinen Schritten vorwärts, dominierte jedenfalls nicht mehr als Sorge den Alltag. Die Wohnung war sowohl für das Kind, wie die Mutter wieder zu einer Batterie-Auflade-Station und einem persönlichen Kraftplatz geworden. – Fast ein kleines Wunder! Doch ein Wunder wäre es gewesen, sage ich Ihnen, wenn bei all diesen Veränderungen nicht die gewünschte Veränderung Einzug gehalten hätte.

Was war passiert?

Unter meiner Anleitung und in gemeinsamer Erarbeitung hatte sie über Wochen, Monate zunächst ihren Keller aufgeräumt, aufgelöst: Fahrräder, Buggies, alte Spielsachen, einen kaputten Staubsauger, Kleiderständer, Möbelchen und Rumstehchen verkauft, verschenkt, zum Wertstoffhof gebracht, bzw. Sperrmüll abholen lassen. In der Wohnung sortierte sie alles aus, was ihr gar nicht gehörte: Gläser vom Exmann, geschenkte Vasen von Tante Erna, altes Geschirr von der ex Schwiegermutter, Staubfänger, gelesene Bücher und und und  – kistenweise. Es brauchte Zeit, denn, es war gar nicht so leicht. Sie kennen das gut, wenn Sie zu denen gehören, die sich schwer tun.

(Un) Bekannte Blockaden

Da kamen Gedanken auf, die Sie vielleicht auch kennen, z.B. „das kann man doch noch brauchen“, „das ist eigentlich noch gut“, „das hat so viel Geld gekostet! „andere Menschen wären froh, wenn sie so etwas hätten“, „das kannst du doch nicht weggeben!“, „vielleicht später einmal in einer anderen Wohnung?“, „das hat mir früher so gut gefallen“, „vielleicht kann das meine (wohlgemerkt, noch nicht gezeugte) Enkelin oder mein Neffe einmal brauchen“, „das ist von „der war nett“ und „die war süß“ und so schöne Erinnerungen…“ Ja, klar. Doch für die Erinnerung brauchen Sie nicht diesen ganzen Plunder aufzuheben. Die gute Erinnerung lässt sich als Essenz sehr gut anders aufbewahren.

Dann lasse ich es so, wie es ist!

Wenn es nicht deswegen scheitert, weil Sie einfach nur zu bequem oder faul sind…

Interessanterweise sind diese bremsenden Überzeugungen und Glaubenssätze oft gar nicht die eigenen, sondern von Eltern, Groß- und Schwiegereltern, Freunden, der Gesellschaft, einer Religion oder sogar einer anderen Zeit und deren Themen zugeordnet. Es ist nachvollziehbar, dass ein heute älterer Mensch, der z.B. im Krieg aufgewachsen ist, oder in einem Land, in dem Ressourcen knapp waren, natürlich im Blut hat „das hebe ich lieber noch auf. Wer weiß, wann ich es noch gebrauchen kann“. Das war geradezu existentiell sinnvoll. Ja, damals! Zu diesen Klienten sage ich in meiner Praxis, „Sie haben völlig Recht, wirklich. Es ist nur schon fast 70 Jahre her!“ Diese Blockierungen lassen sich sehr gut im Coaching lösen. Für Sie kann es jetzt schon hilfreich sein, einmal in Ruhe nachzuspüren – das können Sie auch als Laie perfekt, glauben Sie mir und staunen Sie! – welcher Satz auftaucht. Das geht sehr einfach und zwar so:

A-B-C Selbstcoaching in zwei Schritten

I.
Beantworten Sie sich die Frage, 1. von wem dieser Satz „eigentlich“ ist und 2. aus welcher Zeit er stammt und 3. was er mit Ihnen und 4. heute und 5. in Bezug auf Sie und Ihre Zukunft zu tun hat. Damit sind Sie schon fünf große Schritte weiter! – Bravo. Die kleine Mühe hat sich gelohnt.

II.
Machen Sie danach Häufchen, Taschen, Säcke, Kisten oder Kartons mit drei Kategorien: A – Das kann gleich weg (verschenken, vor die Türe stellen geht in Frankfurt wunderbar, „Upcycling“, gemeinnützige Verkaufshäuser, online Second Hand Verkauf, Wohltätigkeitsverbände, Sperrmüll, Mülltonne, Flohmarkt oder jemand, der sich auf einem Flohmarkt etwas dazu verdient und froh ist, wenn er viel zum Verkaufen hat). B – Das braucht noch Zeit zum Verabschieden oder „ich weiß noch nicht“. C – Das bleibt noch 6 – 10 Monate und wenn ich es bis dahin nicht gebraucht habe, kommt es als A Kategorie (sofort) weg. – Voilà!

Überraschungen und Abschiedsgespräche

„Staunen Sie!“ sage ich ganz bewusst und aus eigener Erfahrung. Als Frau der Veränderung bin ich durch viele „Vollwaschgänge“ geschleudert und unglaublich umzugserfahren. Zugegeben, gar nicht immer freiwillig habe ich all das Nützliche gelernt. Oft war ich schon über mich selbst überrascht, was die Sachen mit mir gesprochen haben. Ja, wirklich, regelrechte Unterhaltungen fanden da statt. Zum Beispiel hatte ich im Keller – vor einem Umzug- meine Tennisschläger aussortiert. Ich spielte in meiner Jugend nicht schlecht, jedoch nie mit Begeisterung Tennis. „Naja, vielleicht spielst Du doch mal wieder mit jemandem“ hörte ich meinen Schläger sagen, als ich ihn beherzt in meine A-Kategorie platzieren wollte. – Potz Blitz! Und ich dachte, ich stelle den ganz locker zu den Sachen in der Rubrik „vor die Haustüre“. Ganze zwei Wochen hat unsere kleine Abschiedszeremonie gedauert. Viele Erinnerungen kamen hoch, z.B. mit meinem Vater, der zwar meine starke Vorhand lobte, doch mich und meine Mutter auf dem Platz schikanierte, indem er den Trainer mimte… Uiuiui. Rendez-vous am Sonntag Abend um 20.00 Uhr. Tennishorror. Schließlich war alles zwischen dem Schläger und mir gesagt und ich dachte einen ganz neuen und vor allem ganz eigenen Gedanken im Hier und Heute: Falls ich mal wieder Tennis spielen will, leihe ich mir einen Schläger aus oder kaufe mir einen neuen. – Basta!

Das Service für 8 Personen, die Vase von Tante Erna (wenn sie vielleicht doch mal zu Besuch käme) und…

Ich hatte auch eine längere Konversation mit einem zigteiligen Service für sechs Personen (für meinen Zweipersonenhaushalt) und zwar so, wie man das früher so schön hatte: Untertellerchen fürs Eierbecherchen, Sauciere klein, mittel, groß und ganz groß. Unterteller, Untertasse, Suppentasse, Unterteller Suppentasse, … Der ganze Schrank war voller unbenutzter, guter Erinnerungen. Ich glaube, dieses Geschirr ist das, an was ich mich am längsten in meinem Leben erinnern kann. Das war hart. Nun kam noch meine Mutter dazu, die in vorwurfsvollem Ton sagte: „Das kannst Du doch nicht weggeben! Vielleicht kannst Du das später einmal brauchen (in Klammern, wenn Du Kinder hast und einen Mann). Weißt Du noch, damals, ach war das schön…“ Meine Antwort war: „Ja, das war sogar wunderschön! Doch vielleicht werde ich keine Kinder haben und meinem Mann in spe gefällt ein anderes Dekor? Bis dahin schleppe ich das ganze Service durch mein Leben?!“ Du darfst es gerne wieder zurück haben, ich bringe es Dir. „Um Gottes willen!“ war die Antwort. Naja, also, ich habe es gespendet und zwei Teller davon als gute Erinnerung an meine Kindheit behalten. Loslassen ist nicht immer leicht, kostet die eine oder andere Auseinandersetzung und auch ein paar Tränen der Wehmut. Und dann ist es aber auch wirklich und richtig gut. Ich atmete tief ein und aus, betrachtete sehr zufrieden und befreit meinen locker bestückten Schrank. Oh yes, I can!

In die Hände gespuckt

Es gibt so viele kreative Möglichkeiten, die Sachen (gut) weiter und loszuwerden. Packen Sie es an. Und wenn es Ihnen einfacher fällt mit Unterstützung, fragen Sie Freunde, Bekannte, Nachbarn, die gut ausmisten können oder buchen Sie tatsächlich ein Coaching. Sie werden überrascht sein, welche Themen an der Materie anhaften und zu Tage kommen.

Mein unverbindliches Angebot zum Annähern: Workshop am 11. Januar 2020 um 16 Uhr 

Wenn es für Sie jetzt an der Zeit ist, dann sind Sie herzlich willkommen:

Sie werden sich selbst gegenüber nur so verbindlich, wie Sie wollen. Sie können Blockaden erkennen und ob Sie diese dann auch auflösen wollen, entscheiden Sie ganz frei. Jedenfalls gibt es eine Menge praktische Impulse, Inspirationen, den geschützten Rahmen unter Gleichgesinnten, erste Schritte im „Trockenen“ und auf Probe, wenn Sie mögen und natürlich obendrein einen riesigen Batzen Motivation von mir!

Schon mal im Kalender notieren! Damit Sie gleich loslegen können, habe ich einen Samstag gewählt. Da im neuen Jahr alles noch frisch ist und Sie dann mit einem richtig guten Gefühl und von überflüssigem Ballast befreit und erleichtert starten können, treffen wir uns am 11. Januar 2020 von 16 – 19 Uhr bei inmetra®, Kostenbeitrag: 50 Euro. Vielleicht wäre das sogar ein nützliches Weihnachtsgeschenk, bevor Sie jemandem etwas schenken, was dann im Schrank, Regal oder Keller zum Rumstehchen wird. – Schade drum!

Natürlich stelle ich Ihnen gerne einen schönen und platzsparenden Geschenk Gutschein aus. Mit Schmetterling. Denn ohne Veränderung geht es nie.

So oder so, ich freue mich auf Sie und Ihre „ollen Kamellen“, wirklich!

Bitte melden Sie sich rechtzeitig an!

Weitere Termine:

  • Erlebnisabend „Ihr Sprung aus dem Hamsterrad. Einführung in (Selbst-) Coaching und NLP“ – 8.10.2019 um 19 Uhr
  • Erlebnisabend wingwave® Coaching: Blockaden lösen, Selbstbild stärken, Ziele erreichen und noch viel mehr. – 15.10.2019 um 19 Uhr
  •  NLP Master Ausbildung, DVNLP – Start: 9.11.2019 (so schnell wie möglich anmelden!)
  •  Erlebnistag Mediation zum Kennenlernen (und Info Tag zur Ausbildung zum Mediator, DVNLP) – 30.11.2019
  •  Erlebnistag Jahrausjahrein – In Ruhe reflektieren, „verdauen“, sortieren, erkennen, abschließen und motiviert starten – 28.12.2019
  • Workshop: Ausmisten! 11.01.2020, 16 Uhr
  • NLP Practitioner Ausbildung, DVNLP – Start: 25. Januar 2020
  • NEU im Programm: Ausbildung zum Advanced/Mediator, DVNLP, Start: 4. Juni 2020 (noch nicht online, ich sende Ihnen das Curriculum gerne auf Anfrage)

Ihre

 

 

 

 

 

Vanessa Vetter – die Frau für Veränderung. Because change is your chance.

Widmung
Diesen Artikel widme ich Jean-Luc, der mir erzählte, dass er in Genf in einer Gruppe von 14 Frauen als einziger Mann zum Thema „Ausmisten“ einen Workshop besuchte und mir sagte „anscheinend geht bei mir alles mit einem Coach leichter. “ Ich musste lachen: Bei mir auch! Jedenfalls macht es mir so mehr Spaß. – Es hat ihm jedenfalls geholfen. In meinem Workshop sind ausdrücklich auch Männer ganz herzlich willkommen, wenngleich in der Tat Frauen – meiner Erfahrung nach und ganz allgemein gesprochen – innerlich wie äußerlich aufräumfreudiger sind, als Männer.

Urheberrechtlicher Hinweis
Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung genutzt werden. Lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie daran interessiert sind.

 

 

 

3 Kommentare

  1. Vera
    9. Oktober 2019

    Liebe Vanessa,

    ganz lieben Dank für Deine inspirierende E-Mail… Ich habe mich gleich ans Ausmisten begeben… und mein Geschirr entsorgt, worüber ich schon viele Male nachgedacht, aber nicht umgesetzt habe 😉. Jetzt ist es weg 😂

    Ganz lieben Dank für Deinen Tipp.

    Antworten
    • inmetra
      9. Oktober 2019

      Liebe Vera!

      Wie mich das ehrlich freut. – Wie fühlst Du Dich jetzt, wo Du es geschafft hast, erleichtert, befreit? – Wie wunderbar! Das macht Lust auf mehr, ich meine mehr von weniger, oder nicht? Mir geht es jedenfalls so. Weiterhin frohes „Entschlacken, Entgiften, Loslassen“ und immer mehr bei Deinem echten, wirklichen, reinen Ich ankommen. Mehr dazu bald.

      Masterliche Grüße sendet Dir herzlich
      Vanessa

      Antworten
  2. Martina
    1. November 2019

    Hei Vanessa,

    auch mich hat der Artikel zum Nachdenken angeregt und vor allem zum Aufräumen motiviert. Nach unserem letzten Treffen, konnte ich selbst erleben, wie durch schnelles „Rücken“ ein paar Möbel und intelligentem Umstellen, sich eine kleine Ecke in einem Zimmer für mich ergab. Das Umräumen führte schnell auch zu einem Umsortieren im Kopf. Den neuen „Freiraum“ nutze ich gerne bei Gelegenheit , und genieße diesen Freiraum zunehmend auch im Kopf.

    Danke dafür und den wertvollen Tipp. Herzliche Grüße

    Martina

    Antworten

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