Machst Du als Coach eigentlich selbst das, was Du anderen empfiehlst?

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Machst Du als Coach eigentlich selbst das, was Du anderen empfiehlst?

Das war die Rückfrage eines Rechtsanwaltes, als ich ihm wieder einmal, nicht als Coach, sondern rein freundschaftlich empfahl, „Du bekommst von mir zwei Wochen Urlaub verordnet!“ Ehrlichkeit ist einer meiner persönlichen Werte und so konnte ich ohne schlechtes Gewissen antworten „Ja, klar. Mein erster Termin nach der Jahreswende ist am 14. Januar.“ Er lachte.

Natürlich kenne ich diese Frage in Variationen. Manchmal schauen mich Klienten ganz groß an, wenn ich, in der Hoffnung zu motivieren, sage: Also ich für mich mache es so und so. Natürlich nehme ich regelmäßig Coaching und Supervision in Anspruch und selbstverständlich bin nach wie vor ein „Fortbildungs-Junkie“. Von Feedback, Lernen und „vor der eigenen Haustüre kehren“ kann ich nie genug bekommen.

Authentizität heißt „walk your talk“

Authentisch als Person, Coach, Mediatorin und Trainerin zu sein, ist mir ein wichtiges Anliegen. Was meinen Sie, was ich alles nur deswegen lernen musste, weil ich es anderen vorzuleben gedenke. Offen erzähle ich auch, was mich immer wieder fordert und wo es mir mit der gewünschten Veränderung noch nicht gelingt oder was ich überhaupt nicht kann. Im Neuro Linguistischen Programmieren kursiert der Satz „walk your talk“. Das heißt, nicht nur darüber sprechen, sondern das Gesprochene auch selbst in die Tat umsetzen. Die allzu menschliche Neigung, für andere – oftmals wirklich – gute Ratschläge parat zu haben, sie jedoch selbst nicht zu befolgen, fand ich in diesem englischen Bonmot wieder: „Don´t do as I do. Do as I say.“ Übersetzt heißt das, machen Sie nicht das, was ich tue, sondern machen Sie das, was ich Ihnen sage. – Was mich betrifft, dürfen Sie beides, es ist nämlich kongruent.

Tatsächlich ist es so, dass auch mir das Leben nach wie vor Brocken, große Wellen und Hürden präsentiert. Manche schaffe ich mit Leichtigkeit, einige fordern mich eine gute Weile und an der einen oder anderen Stelle erlebe ich mich immer wieder in neuen Olympiaden, zum Teil über lange Phasen hinweg. Ich bin oft über die Ungeduld meiner Klienten, Medianden und Teilnehmer erstaunt. Sie manövrieren sich über Jahre, Jahrzehnte in eine desolate Situation hinein, räumen nie in ihrer Psyche auf und erwarten von sich, dass es in ein paar Sitzungen erledigt ist, oder noch besser: Dass ich es für sie in ein paar Sitzungen erledige.

Fairness

Wenn ich gut drauf bin – also meistens – kommentiere ich dazu lächelnd: Es wäre ungerecht, wenn Ihnen die gewünschte Veränderung in den Schoß fiele, denn ich habe für die Meine hohe Investitionen an Zeit, Geld, Tränen, Schweiß, Kraft und Geduld getätigt.

Manchmal habe ich richtig Sorge vor der Frage eines Klienten oder Teilnehmers, „Vanessa, wie hast Du das eigentlich gemacht?“ Meine Antwort darauf ist nämlich, dass mein Weg alles andere als „auf Rosen gebettet“ ist. Wenn ich anfange, aus meinem Nähkästchen zu plaudern, wird es meistens still. Einmal gestand mir jemand, er sei nach meiner Antwort beschämt gewesen und hätte sich gewünscht, die Frage nicht gestellt zu haben. Denn alles, was Sie an mir als humorvoll, leicht, elegant, souverän und kraftvoll erleben, habe ich mir Millimeter für Millimeter seit meinem 14. Lebensjahr mühsam erarbeitet. Manche Themen habe ich Jahre, Jahrzehnte von vielen Seiten „geknetet“, bis ich Sie gelöst hatte. Die Welt, in die ich hineingeboren wurde, ist eine um 180 Grad andere, als die, die ich mir erschaffen habe.

Wenn ich morgens aufstehe, dann habe ich bereits ein Mentaltrainingsprogramm hinter mir, bei dem ich wüsste, wenn es der eine oder die andere wöchentlich machte, es eine berechenbar gute Basis für die gewünschte oder nötige Lebensveränderung wäre… Was Sie vermutlich noch mehr fordern würde, sind die vielen, vielen Dinge, die ich n i c h t mehr tue oder nicht mehr besitze. Am besten, Sie fragen mich nicht danach, wenn Sie sich nicht frustrieren möchten. Denn Sie müssten wirklich, ehrlich und wahrhaftig – Hand auf Herz!- nichts mehr und sehnsüchtiger wollen, als Ihre Veränderung. Das fordert Konsequenz.

Das Unmögliche elegant werden lassen

Moshé Feldenkrais zitiere ich dazu sehr gerne: Das Unmögliche möglich, das Mögliche leicht und das Leichte elegant werden lassen. Das entspricht meiner inmetra® Ei – Raupe – Puppe – Schmetterling – Philosophie. Neulich schrieb mir eine Klientin in einem von mir erbetenen Feedback „Es hat gerade kurz funktioniert. Das ist aber ganz schön schwierig“.  Ich antwortete, „ich hatte Dir nicht gesagt, dass Du es geschenkt bekommst, doch garantiert, dass es sich für Dich lohnen wird. Mach´ bitte weiter!“

Ein Mann Anfang der 80 kommentierte mir einmal innerhalb einer Beratung „Frau Vetter! Für das, was Sie da gerade gesagt haben, sind Sie viel zu jung. Das können Sie noch gar nicht sagen.“ Und ich konterte: „Doch. Wenn es Sie beruhigt, ich habe sehr früh angefangen.“ Er lachte. Doch nach Lachen war mir in meinem Leben oft gar nicht zumute. Manchmal war mein Jahresendgedanke „Das Gute ist, nächstes Jahr kann es nicht schlimmer kommen.“ Ja, raten Sie einmal… natürlich ging es einige Jahr immer noch schlimmer. Karl Valentin sagte „hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es ist.“ – Wer Humor hat, kann darüber lachen. Heute weiß ich oft gar nicht, wie ich es überhaupt geschafft habe und staune über mich selbst. Aufzuhören weiterzumachen wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich dachte für mich immer, dass ich einfach einen unerschütterlich starken Willen habe; mir nicht von einem Arzt, einer Röntgenaufnahme, einem Juraprofessor, einer Gesellschaft, einer Religion, meinem Vater oder meiner Mutter, dem Justizministerium oder einer wissenschaftlichen Statistik suggerieren zu lassen „so ist es halt, damit müssen Sie leben“.

Jetzt erst recht!

Neulich bekam ich Post von einem ganz besonderen Menschen in meinem Leben, meinem ersten Freund, mit dem ich eine wirklich wunderbare erste Liebe erleben durfte. Er sendete zum Brief eine Postkarte, die ein hübsches, kleines Mädchen abbildete. Sie trug große Boxerhandschuhe und boxte lächelnd auf einen Sandsack. „Du bist eine Kämpferin. So kenne ich Dich.“ Ich war befremdet. Nie würde ich mich als „Kämpferin“ bezeichnen. Als Transformatorin und den eigenen Weg Finderin, stets weiter Strebende…  ja, das schon. Ein paar Wochen später ergab es sich, dass ich mit einer Studienfreundin telefonierte. Ich erzählte ihr von der mich so irritierenden Postkarte. Sie kennt den wunderbaren Mann ja auch von vor über 20 Jahren und mich vor allem und sagte liebevoll lachend „Vanessa, wenn irgend jemand eine Kämpferin ist, dann bist Du es!“ Ui. Ich fragte nach Beispielen. Es kamen reichlich … Wiederum einen anderen Freund dazu befragend, der mich erst seit 10 Jahren kennt, auch er zählte mir Einiges auf. „Natürlich bist Du eine Kämpferin! Dafür habe ich Dich schon immer bewundert.“ Und ja, wenn ich mich recht besinne, es stimmt wohl. In diesen Tagen habe ich meine Musik von früher gesichtet. Der Refrain eines Liedes von Destiny´s Child, mit dem ich mich während einer der schwärzesten Phasen meines Lebens in den Tag getanzt und zum Weitermachen motiviert hatte, lautet „I´m a survivor“… I´m gonna work harder… I´m gonna make it…“

Menschliche Fehlbarkeit

Ich darf sagen, dass ich das Glück habe, meine Berufung zu leben. Vielleicht habe ich auch dieses Glück selbst erschaffen. In meiner Studienzeit, ich war ungefähr 24 Jahre alt, begab es sich, dass ich einer Freundin in meiner Auslandsabwesenheit meine Wohnung zur Verfügung stellte. Als ich wieder zurückkam, erwartete mich eine Telefonrechnung von über 400 DM. Das entsprach in etwa meinem Budget für meine monatliche Lebenshaltung. Das Donnerwetter mit Betroffenheitsblitzen und Enttäuschungsregen, das meine Freundin ereilte, können Sie sich vielleicht vorstellen. Sie sagte mir, dass sie natürlich die Kosten übernimmt und dass es ihr so leid täte. (Entschuldigung angenommen!) Doch das Schrecklichste für sie sei, dass sie sich noch nicht einmal damit trösten könne, dass mir das auch passieren könnte. Sie wüsste, dass ich das im Leben nie täte. – Ja, so war das damals schon. Diesen Trost konnte ich auch meinem befreundeten Rechtsanwalt und den kann ich auch Ihnen nicht geben. Doch diesen Trost haben Sie allemal: Auch ich unterliege menschlicher Fehlbarkeit.

Die Frau für Veränderung

So habe ich es 2019 als momentanes Lebensfazit und „Markenzeichen“ tituliert. Dafür stehe ich mit meiner Unterschrift: Ehrlich, authentisch, stark, immer öfter elegant, oft souverän und jeden Tag humorvoll; auch all meinen noch zu bewältigenden Herausforderungen gegenüber. Eines darf ich Ihnen abschließend versichern: Es hat sich jeder einzelne „Kampf“ gelohnt und ich mache weiter, Millimeter für Millimeter, Quantensprung für Quantensprung. Dabei gehören übrigens die zwei Schritte zurück zum nächsten vorwärts. So erläutere ich es auch denen, die sich mir anvertrauen.

Coaching bei inmetra®

Wie es bei Ihnen gehen wird, weiß ich auch nicht. Oft sitzt mir ein ehemaliges Thema gegenüber und dann sage ich: „Der lebende Beweis, dass man das schaffen kann, sitzt vor Ihnen. Sie werden es selbst herausfinden, selber umsetzen, selber schaffen. Dabei begleite ich Sie von Herzen gerne mit all meinen Kompetenzen professionell ein Stück Ihres Weges.“ Und das heißt es im ursprünglichen Sinn auf Englisch: „Coach“, der Wagen – einsteigen, ein Stück mitfahren und am gewünschten Ziel wieder aussteigen und selber weitergehen. Gesund, gestärkt, fröhlich und frohen Mutes idealerweise.

Ihre

 

 

 

 

 

 

Vanessa Vetter – die Frau für Veränderung. Because change is your chance.

 

Wenn Sie langfristig zum Selbstcoach werden möchten, melden Sie sich bitte so bald wie möglich an!

– Der nächste NLP Practitioner Kurs, DVNLP startet am 9. November 2019
– Der nächste NLP Master Kurs, DVNLP startet am 2. November 2019

 

Urheberrechtlicher Hinweis
Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung genutzt werden. Lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie daran interessiert sind.

 

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