Positive Gestaltung Ihres Arbeitsumfelds (leicht und) gefällig?!

Positive Gestaltung Ihres Arbeitsumfelds (leicht und) gefällig?!

Das, was ich Ihnen dringend empfehle, wissen Sie längst. Sie finden es möglicherweise sogar banal. Doch leider bemessen Sie dieser Tatsache nicht die Bedeutung zu, die Sie zu Ihrem Besten nutzen könnten. – Das vermute ich jedenfalls. Wenn ich mich irre, dann kommentieren Sie doch bitte Ihre Erfahrungen gleich nach diesem Beitrag. Also, …nehmen wir mal an, Sie sind in einem ambitionierten Umfeld, vielleicht in einem mehr oder weniger aufgeräumten Großraumbüro tätig. Sie haben den Ausblick in einen Schacht, gar kein Tageslicht oder ausgerechnet Sie haben einen wirklich schwierigen Kollegen direkt gegenüber oder nebendran sitzen. Vielleicht sitzen Sie in einem Büro, in dem viel Verkehr herrscht, in dem Kollegen und Führungskräfte ein- und ausgehen. – Uff! Sie müssen jeden Tag viel Kraft investieren, diese Umstände in irgend einer Form auszubalancieren und zu bewältigen. Es würde mich nicht wundern, wenn Sie oft geschafft, frustriert, gestresst wären. Was könnten Sie leicht und sofort für eine bessere Atmosphäre tun?

Durch die Blume gesprochen

Sie müssen nicht von den seit Jahrhunderten bewährten Lehren des Feng Shui oder Vaastu überzeugt sein, um dies als Erfahrungswert teilen zu können: Blumen neutralisieren. Blumen erhellen. Blumen erfreuen. Blumen erfrischen den Geist. Blumen spenden Trost und Hoffnung. Blumen sind immer ein gutes Thema für ein kleines, gutes Gespräch. Blumen sind schnell und günstig zu erwerben. Blumen sind unvoreingenommen. Blumen lächeln immer. Blumen regulieren. Blumen balancieren aus. Blumen antworten immer freundlich. Blumen sind stille Aufheller. Blumen können sprechen (durch die Blume eben). Blumen sind ein Hingucker – und von etwas anderem Weggucker.

Immer ein Lächeln ernten

Selbst, wenn Sie Blumen nicht mögen, lade ich Sie ein, die positiven Effekte in Ihrem Arbeits- und Alltagsumfeld an eigenen Erfahrungen konkret werden zu lassen. Vielleicht evaluieren Sie nach einem Monat mit frischen Blumen am Schreibtisch oder im Eingangsbereich? Ich habe jahrelang damit experimentiert und kann Ihnen aus meinem Nähkästchen, der Büro Erfahrung in Großbanken und Rechtsanwaltskanzleien, heraus erfreut mitteilen: Die Wirkung ist grandios. Stellen Sie sich vor, die Kollegen kommen – oft gestresst – zur Türe herein(geplatzt) und ihr Blick fällt auf die Blumen. Unmittelbar zeichnet sich ein Lächeln auf dem gerade noch angespannten Gesicht ab. Manchmal ist es auch nur eine Vorstufe. Der Mundwinkel zuckt schon einmal nach oben. Ein Hauch von Milde streift über die Mimik. Ich fand das immer wunderbar, wenn das an meinem Tisch stattfand und sogar im Raum wirkte, wenn ich nicht da war.

Eine blühende Einladung, innezuhalten

Aufgeschlossene Menschen wollen dann mehr davon haben. Sie schauen länger hin, kommen herbei und sagen etwas Freundliches dazu. Das darf ganz profan sein, z.B. „Sie haben immer so schöne Blumen auf dem Tisch“, „das ist immer so schön, hier hereinzukommen“, „das finde ich toll, dass Sie immer Blumen auf dem Tisch stehen haben!“. Wenn die Blume einen würdigen Gast begrüßt, dann geht es sogar weiter: „Das waren die Lieblingsblumen von…“, „ich müsste meiner Frau einmal wieder Blumen mitbringen“ , „das waren bei uns immer die Geburtstagsblumen“, „die hatten wir früher im Garten“ und so weiter.

Resultat: Neuronale und emotionale Reaktion

Eine schöne Erinnerung ist durch die Blume im Gehirn aktiviert worden. Da im Gehirn auch das limbische Zentrum anzutreffen ist, dort, wo die Emotionen gespeichert sind, ist das, was unwillkürlich folgt: Ein gutes Gefühl beim Betrachter. So, jetzt steht derjenige also unvermittelt mit einem guten Gefühl in Ihrem Büro! Was meinen Sie? Wie wird sich das auf die Basis Ihrer Konversation, das miteinander Umgehen in diesem Raum oder mit Ihnen persönlich auswirken?

Das war eine rhethorische Frage!

In der NLP Ausbildung hat mich eine Teilnehmerin, die als Vertriebstrainerin im Unternehmensbereich tätig ist, gefragt, warum in NLP Trainings immer Blumen mittig auf dem Boden stünden. Ich finde das eine sehr interessante These. In meinen Ausbildungen gab es oft, nicht immer Blumen und auch aus anderen Seminaren kenne ich sie: Die wohltuende Präsenz von Blumen. Mit NLP hat es also allenfalls zu tun, dass in NLP Kursen grundsätzlich eine wertschätzende, positive Haltung und ein vertrauensvoller Rahmen geschaffen wird. Der Trainer drückt damit auch seine Wertschätzung den Teilnehmern gegenüber aus: „Ich habe Euch Blumen mitgebracht!“ Die Anwesenden können ihren Blick in den neutralen Blumen ruhen lassen. Auch heftigere Anliegen und Konfliktthemen können leichter in der Mitte platziert werden. Selbstverständlich mache ich mir auch im Geschäftsbereich die positive, nonverbale Wirkkraft von Blumen zu Nutze. Gerade gestresste Rechtsanwälte, Steuer- und Unternehmensberater, Führungskräfte und Mitarbeiter können einen Blitzableiter und eine Aufwertung des Ambientes brauchen. Probieren Sie es doch einmal aus und holen sich ein Feedback ein. Ein Blumenstrauß hat jedenfalls immer Platz – ob auf dem Boden mittig im Raum, auf einem Beistelltisch, auf dem Rednerpult, am Fenstersims. Sie entscheiden, was für Ihr Umfeld stimmig ist.

Mit Blumen essen

Das Bild, das Sie mit diesem Blog Beitrag sehen, ist nicht von einem Blumenstrauß. Es ist ein mit Blüten verzierter Salat. Diesen durfte ich letztes Jahr im Rahmen einer Supervisionsfortbildung in Variationen genießen. Es war bombastisch, wie auch die ganz „Kopferten“  staunend und fast möchte ich sagen „andächtig“ täglich vor den mit Blumen verzierten Schüsseln standen. Im Abschlussfeedback wurde die Liebe zum Detail und die gute Stimmung unisono gelobt. Das hat etwas mit aktiver Rahmengestaltung zu tun. Im professionellen Bereich sprechen wir von der bewussten, unterstützenden Gestaltung des Settings. Die Kriterien legen Sie selbst fest, z.B. Vertrauen fördernd, gute Laune, sich sicher fühlen, sich geborgen oder einfach wohl fühlen usw.

Was noch wichtig ist, zu wissen

Die Blumen müssen frisch, das Wasser ausreichend, sauber und die welken Blüten entfernt sein. Mit einem verfaulten Blumenstrauß in einem stinkenden Wasser oder mit vertrockneten Blumen erreichen Sie genau das Gegenteil! Ein Kaktus ist mit frischen Blumen nicht gemeint. Und: Achten Sie auf klare Farben und Formen. Kunstblumen haben nicht dieselbe Wirkung.

Widmung

Diesen Beitrag widme ich Carla und Wiebke.

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2 Kommentare

  1. Wiebke
    5. März 2018

    Liebe Vanessa, vielen Dank für den erfrischenden und blumigen Beitrag 🙂
    Du hast mich mal wieder inspiriert und ich werde es ausprobieren.
    Ein herzlicher Gruß
    Wiebke

    Antworten
    • inmetra
      6. März 2018

      Liebe Wiebke,

      Dank Deiner Frage zum Blumenstrauß war dann auch der Zeitpunkt für meinen Artikel klar: Jetzt! Und es ist schon wirklich faszinierend, die neutralisierende Wirkung mit dem Blick in die Blume hatten wir deutlich spüren und sehen können. Auf Deine Blumenpraxiserfahrungen bin ich sehr gespannt.

      Blumige Aussichten und Sonnenschein sendet auch in nicht so förderlichen Büroraum herzlich

      Vanessa

      Antworten

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