Schenken Sie (sich) Glück?

Artikel erstellt in Allgemein, Coaching
Schenken Sie (sich) Glück?

Weihnachten. Im wahrsten Sinne – so denken Sie vielleicht – „Oh Gott!“…

– Wie stehen Sie dazu? Werden Sie Weihnachten so verbringen, wie Sie das möchten? Flüchten Sie regelrecht? Oder kommen Ihnen Ihre Verpflichtungen, z.B. gegenüber Kindern, Eltern oder Schwiegereltern in die Quere der guten Vorsätze vom letzten Jahr? Und die Geschenke! Schon alle besorgt? Plätzchen und Stollen gebacken, sich und das Heim fein herausgeputzt und den Christbaum geschmückt? Bei diesem Programm ist es doch nicht verwunderlich, dass viele völlig erschöpft „unter dem Christbaum“ liegen und an diesen Tagen … viel, sehr viel gestritten wird. – Alle Jahre wieder.

Mal angenommen…

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Weihnachten so verbringen, wie Sie es möchten, ohne Kompromisse, ohne Erklärung, ohne Rechenschaft abzulegen, vor den Eltern und Schwiegereltern, den Geschwistern, dem Partner, der Gesellschaft, den Kollegen. Ohne Konventionen. Stellen Sie sich probeweise vor, Sie dürften das, Sie hätten ein Grundrecht auf „glückliche Weihnachten“…

Wie sähen bei Ihnen die Weihnachtsfeiertage dann anders aus? Wie würde sich das auf Sie und Ihr Verhalten, Ihr emotionales Befinden in den Monaten und Wochen davor auswirken? Wen würden Sie treffen, einladen, wen nicht? Wie genau sähe dann Ihr Jahresende anders aus, die Zeit „zwischen den Jahren“. Wie würden Sie in das neue Jahr starten?

Weihnachten ist ein Gefühl, keine Zeit

„Das ist ja wie Weihnachten!“ sagt der eine oder die andere, wenn während des Jahres etwas Wunderbares, Schönes, Wertvolles passiert. Ein Glücksmoment. Ein Geschenk, das nicht unbedingt ein materielles Geschenk sein muss, vielleicht eine Einladung, ein herzliches Gespräch, eine Unterstützung ohne große Worte, ein „Auge zudrücken“, ein Lächeln extra oder die helfende Hand zur rechten Zeit. In schwierigen Zeiten einen Freund an der Seite. Weihnachten eben. Herzliche Zugewandtheit ohne Vertrag oder „eigene Karten im Spiel“. Dazu brauchen Sie nicht Mutter Teresa zu zitieren, wenn Sie diesen Gedanken kennen: „Jeder Tag ist Weihnachten auf der Erde. Jedes Mal, wenn einer dem anderen seine Liebe schenkt, wenn Herzen Glück empfinden, ist Weihnachten.“

Religiös können Sie Weihnachten ebenfalls betrachten. Religio bedeutet schließlich sich „zurück anbinden“. Wie wäre es, wenn Sie sich zu allererst mit sich selbst und Ihren ureigenen Bedürfnissen wieder in Kontakt brächten. Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott – so heißt es doch.

Freiheit

Wenn Sie herausgefunden haben, wie Sie Weihnachten „eigentlich“ gerne einmal verbringen möchten, dann kommt der erste Schritt: Wie sehen erste Veränderungen in die gewünschte Richtung aus? Sie müssen ja nicht gleich alles auf einmal umdrehen. – Jedenfalls nicht, wenn Sie „Flurschaden“ bei Ihren Lieben vermeiden wollen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, Sie sollen sich nicht von etwas oder jemandem abkehren. Meine Einladung ist, bei sich selbst einzukehren. Ich lade Sie ein, Weihnachten jedes Jahr wählen zu können, den Umständen und Ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechend – wie Sie es verbringen möchten. Vielleicht alleine, oder in einem Land, das die christliche Tradition von Weihnachten nicht kennt, vielleicht ganz traditionell mit der Familie; mal auf einer Party die Nacht durchtanzen oder ganz in Ruhe, vielleicht in einem Kloster… – wo und wie auch immer.

Wenn Sie diese Freiheit gewonnen haben, dann wissen Sie wirklich, was Weihnachten bedeutet. Sie genießen sich selbst und den Kontakt mit anderen. Sie sind dankbar, dass Sie in Frieden sind, mit sich, Ihren Mitmenschen und in einem Land ohne Krieg. Sie wissen den Wert eines gemeinsamen Essens, Spaziergangs oder Konzertbesuchs zu schätzen und dass Sie wirklich nichts anderes zum Leben brauchen, als all das, was Sie ohnehin in Fülle besitzen. Sie freuen sich, dass Sie sehen, riechen, hören und spüren dürfen, dass Sie gesund sind oder es Ihnen nicht noch schlimmer ergeht; all das, was Sie schon viele Jahre als selbstverständlich hinnehmen.

Abkehr und Einkehr

Zugegebenermaßen ist dieser Prozess, alles andere als schnell und einfach. Weihnachten ist – psychoemotional betrachtet – eine etwas komplexere Angelegenheit. Die Emotionen liegen menschheitsgeschichtlich in dieser Zeit förmlich blank. Der Jahreswechsel. Das Ende eines Zyklus. Die Ressourcen sind rar. Müdigkeit und jahresendliche Ermattung. Der Winter. Die lange Dunkelheit. Die Kindheitsprägungen. Familien- und Gesellschaftssysteme… Puh! Wunder, wer da mit dem Wort „Weihnachten“ gar keinen Stress hat.

Schließlich klammern sich Menschen gerne an gewohnten Verhaltensmustern fest. Das fühlt sich tückischer Weise sicher an. Die Macht der Gewohnheit ist groß.
Ein Coaching kann Ihnen dabei Unterstützung geben, wenn Sie bisher noch mehr „aber“ als „und“ pflegen. Es lohnt sich.  – Sie entscheiden so oder so und haben jedes Jahr eine neue Chance. Vielleicht haben Sie Lust, schon einmal probe zu schnuppern, wie befreit, leicht und fröhlich Weihnachten tatsächlich erlebt sein kann, wenn Sie dieses Jahr schon eine erste Veränderung anpeilen. „Gegenwind“ ist Ihr Beweis, dass Sie bereits auf dem Weg sind.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen „Frohe Weihnachten“
von Herzen und im ganzen nächsten Jahr
Ihre Vanessa Vetter

Widmung
Diesen Beitrag widme ich Ricarda.

Urheberrechtlicher Hinweis
Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung genutzt werden. Lassen Sie mich wissen, wenn Sie daran interessiert sind.

 

2 Kommentare

  1. Angelika Angermeier
    23. Dezember 2015

    Hallo liebe Vanessa,

    ein großartiger Artikel zur Weihnachtszeit. Wie immer gehaltvoll und mit inspirierenden Gedanken.
    Du sprichst das aus, was viele denken und nur wenige sich trauen zu sagen oder zu tun.

    Ich wünsche dir von Herzen schöne Weihnachten und weiterhin gute Begegnungen und authentische Gedanken im neuen Jahr.

    Servus und herzliche Grüße
    Angelika

    Antworten
    • inmetra Mediation Training & Coaching
      23. Dezember 2015

      Ganz in diesem Sinn habe ich Weihnachten gelernt, losgelassen, neu definiert und geübt. So hat es sich für mich bewährt, auch dieses Jahr: Frohe Weihnachten!
      Herzlich, Vanessa / Vetter

      Antworten

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