Selbstcoaching mit Schokopudding

Artikel erstellt in Allgemein

Bestimmt sind Sie gespannt, wie das Eine mit dem Anderen zu tun haben kann. Ich finde, man muss es sich einfach auch schön machen. Mir geht es jedenfalls so. Ich esse gerne Schokolade und zwar richtig gute. Und so entsprang mir das Bedürfnis, einen kleinen schokoladigen Ausflug in meine Kindheit zu machen. Da gab es nämlich immer wieder Schokoladen Pudding, weil mein Vater den gerne aß. Meine Mutter rümpfte als Gourmande und Gourmet die Nase, doch natürlich kochte sie Pudding für ihn  – aus der Tüte, oder wie man in meiner Heimat sagt, „aus´m Packerl“. Ich reiste also gustatorisch in meine Vergangenheit, indem ich einen richtig guten Schokoladenpudding selber kochen wollte. Da musste ich zunächst einmal nachlesen, wie das geht.

Gewohnheiten

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das ist oft recht hilfreich und effizient, manchmal überhaupt nicht. Und Gedanken und Verhalten sind schnell „gebucht“, weil es schwieriger ist, Dinge, „die man immer schon so gemacht hat“, zu hinterfragen und anders zu machen. Den Schokopudding haben unsere Großmütter natürlich alle echt gekocht. Dann kam die Zeit nach dem Krieg und es gab viel Neues, Praktisches für die gute Hausfrau. Zum Beispiel Fertigtütchen: Grießnockerl, Pudding, Suppen und was weiß ich noch. Ob das jetzt nun wirklich innovativ und praktischer, besser war, als vorher, hat sich niemand gefragt. Bevor man es sich versah, hatte man sich schon daran gewöhnt. Meine Mutter hat es von der Oma gelernt und auch nie hinterfragt, wieso sie den Pudding nicht selber kocht, sondern ein Fertigpackerl nimmt. So war es halt.

Das ist halt so

Doch dann kam ich ins Spiel. Ich fragte meine Mutter nämlich, wie sie darüber denkt. Eigentlich passe es gar nicht zu ihr, eine fertige Mischung zu verwenden, wo sie doch hervorragend kochen würde und immer mit frischen und guten Zutaten. Beachten Sie bitte, diese Art und Weise meiner Fragestellung ist nämlich wichtig. Meine Mutter stutzte und staunte: „Diese Frage habe ich mir noch nie gestellt.“ Sowohl bei den Grießnockerln, als auch beim Schokoladen Pudding, nimmt man ein paar Zutaten, die ohnehin jede gute Hausfrau zuhause hat und rührt sie zusammen. Der einzige Unterschied ist, dass sie genau wissen, was im Pudding drin ist und die Menge nicht schon vorgemischt ist. Wenn man das einmal so gemacht hat, dann stellt sich nie wieder die Frage nach einem Tütenpudding. Es gibt keinen einzigen Grund mehr dafür.

„Richtiger“ Schokoladenpudding

Mein Schokoladenpudding hat wunderbar geschmeckt.  Jetzt weiß ich, wie es ginge, wenn ich wollte. Denn davor hätte ich es aus Gewohnheit so gemacht, wie meine Mutter, die wiederum wie meine Oma, die, aus einem Moment ihrer Zeit heraus, aus ganz anderen Gründen einmal so begann.
Vorsicht also! Hinterfragen Sie Ihre Gedanken und Ihre eingeschliffenen Denkweisen wie Tätigkeiten immer wieder. Wie ein Kind: „Wieso machst Du das so (und nicht so zum Beispiel…)?“ Sie werden sehen, was Sie sich alles sparen, was praktischer, schneller oder besser gehen wird. Und erlauben Sie sich, auch beim Gewohnten zu bleiben, wenn Sie es denn wollen. Doch bisher mussten Sie, weil Sie nicht wussten…

Vom Schokopudding zum Ernst des Lebens

Genauso verhält es sich in Bezug auf Ihre Kommunikations- und Konfliktgewohnheiten, beim Wählen einer Partei, wie Sie Ihren Garten pflanzen und sich organisieren, die Art und Weise, wie Sie sich entspannen; im Umgang mit Kindern oder jemandem, der hierarchisch höher steht und in stressigen Situationen. Die Frage ist, ob Sie noch aus der Tüte kochen, weil Sie es irgendwann einmal von jemandem so gelernt haben, oder ob Sie sich schon freikochen, damit Sie selbst entscheiden können, wie Sie es eigentlich haben wollen?
Wenn es bei uns zuhause Grießnockerlsuppe gibt, sagt meine Mutter jetzt immer, dass Sie sich das gar nicht erklären kann, es früher anders gemacht zu haben. Ja, in der Tat, man kann über sich in viele Richtungen immer wieder staunen.

Fazit

Stellen Sie sich immer wieder diese richtig guten Fragen, die Sie hinterfragen lassen: Wieso? Weshalb? Warum? Finden Sie immer wieder neue Fragen, deren Antworten, Ihnen eine neue Sicht-, Handlungs- und Denkweise ermöglichen. Wie Sie sich dann entscheiden, das bleibt Ihnen überlassen. Das nennt man übrigens Freiheit. Sie sollten Sie wirklich schätzen, bevor Ihnen jemand sagt, was Sie zu denken haben, Sie das nicht hinterfragen und bevor Sie es sich versehen, sich schon daran gewöhnt haben. Das kann sehr schlimme Folgen haben.

Ihre

 

 

 

 

 

Vanessa Vetter – die Frau für Veränderung. Because change is your chance.

Urheberrechtlicher Hinweis
Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung genutzt werden. Lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie daran interessiert sind.

 

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