Urlaub zuhause. – „Oh je“ oder „oh ja“?

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Urlaub zuhause. – „Oh je“ oder „oh ja“?

Das ist doch einmal eine interessante, neue, nicht unbedingt angenehme Urlaubssituation, nicht wahr? Hatten Sie sich Ihre Ferien auch anders vorgestellt? Wahrscheinlich hatten Sie eine konkrete Planung oder sogar eine Buchung. Und nun ist alles ganz anders. Ich selbst wollte in diesen Wochen eigentlich auf dem Jakobsweg in der Schweiz gepilgert sein. Nicht ein unberechenbarer Virus, sondern ein Unfall hatten mir meinen Plan ordentlich zerhagelt. Es fällt mir also leicht, Ihre Stimmung nachzuvollziehen. Und natürlich gilt diese Situation exemplarisch für all jene, die uns das Leben immer wieder unvorhergesehen hereinweht, um alles Geplante auf den Haufen zu werfen. Das Ganze als gute Lektion zu verstehen, ist also eine feine Idee. Schaffen Sie einen Transfer meiner Impulse in diesem Artikel in Ihr Leben und reflektieren Sie, was Sie für die nächste unverhoffte Planänderung auf Ihrer Lebens“reise“ einpacken werden. Was man hat, hat man.

Als meine geplante Reisezeit nahte, wurde ich erst einmal traurig, frustriert und ja, ich war enttäuscht. Schließlich hatte ich mich lange vorbereitet und seit 8 Monaten auf meinen Marsch gefreut.

So viele Wahlmöglichkeiten

Was ich sonst sehr schätze, nämlich viele Alternativen sehen zu können, das konnte mich jetzt noch nicht trösten: Wow, super, dann kann ich jetzt endlich…! Wunderbar, endlich mal Zeit für …! Genial, ich wollte schon lange…!
Euphorie wollte sich so gar nicht einstellen. Bockig wie ein Kind stampfte ich in meiner beleidigten Traurigkeit ausdauernd mit dem Fuß auf, „ich will aber!“

Selbstverständnis – einmal anders

Ich musste als Selbstcoach im Urlaub ran. Was half, war zunächst Verständnis für mich und mein gefühltes Elend zuzulassen, in selbstgesprächigem „Du“. –  „Ja wirklich. Das ist schlimm. Blöder hätte es gar nicht kommen können. Und Du hattest  Dich schon seit letztem Sommer so sehr gefreut. Echt. Das wäre toll gewesen. Wie schade. Du Arme. Das hat Dich richtig getroffen! Und voll ausgebremst, gell? Scheibenkleister. Das tut mir so leid. Wirklich.“ Innerlich nickte ich wie ein Wackeldackel. Ja, ja, ja! Endlich jemand, der mich versteht. Das tut gut. – „Was machstedennjetzt?“ Ja, wasmachichnjetzt? Einatmen. Pause. Ausatmen. Pause. Jeweils vier Zeiten und ca. vier Minuten lang. – Besser.

Plötzlich hatte ich Zeit

So viel Zeit zu haben, das war schon echt komisch. Zeit regelrecht zu spüren. Das erinnerte mich und ich tauchte gedanklich ab in längst vergangene Zeiten meiner Schulferien… Damals, als diese sechs Wochen im Sommer so unendlich lang waren. Eine Zeit, so dick wie Brei, in dem man mitten drin saß. In den Tag hineinleben, planlos im ewig scheinenden Jetzt. Entdecken, schlafen, essen. Diese unendlichen Tage voller Ausnahmen und diese wundervollen, langen Sommernächte. Bräsig. Heiß. Herrlich.

Selbstwirksamkeit

Wie könnte ich diesen Zustand selbst generieren, jetzt, wo die Chance an meine Türe klopft? Siesta. Keine Termine, nur grobe Planungen. Spontan entscheiden, wonach mir der Sinn steht. – Wow. Ich merkte, mein Kopf hatte sich aufgerichtet. Schluss mit bockig. Statt dessen: Interesse, Neugierde. Pippi Langstrumpf stand keck in meinem Gesicht. Also, dann könnte ich ja zum Beispiel…

Und dann fiel mir ein, dass ich Maximilian, dem siebenjährigen Sohn von Freunden, kürzlich versprochen hatte, draußen zu übernachten. Das war mir voller Begeisterung rausgerutscht. Zum Glück sind die Eltern locker und ich durfte mein Versprechen halten. Übermorgen schon? – Ja, klar, warum denn nicht? Das Wetter ist perfekt.
Es war einfach toll. Nicht nur für ihn, sondern auch für mich. Mit dem Fernglas in die Sterne gucken, Ufos suchen, Satelliten sichten, Sternschnuppen zählen. Den Frankfurter Fernsehturm bestaunen… In der Morgensonne strolchte Maximilian schon in meinem Garten herum und kam mit dem schönsten Strahlen im Kindergesicht und einer Handvoll Himbeeren zurück. Vor dem Zähneputzen! Wir lachten und beobachteten erst einmal ganz entspannt und ausgiebig das emsige Treiben im Nistkasten, wo zwei Sperlingseltern rührig ihre Küken versorgten. Und dann überlegten wir in Ruhe, worauf wir Lust hatten, zu frühstücken. Würstchen? Joghurt mit Himbeeren und Schokokeksen? Oder frische Melone. Oder alles zusammen? Dann erklärte er mir, dass in meinem Vogelhäuschen ein Wespennest ist und die Wächterwespe draußen aufpasst. Der Tag ging auch später mit den Eltern so heiter weiter und am Ende beschloss ich spontan, dass ich für meine Fortbildung auch morgen weiterlernen konnte. – Oh ja!

Nach einer Anreise, die länger und wesentlich holpriger war, als gedacht, war ich nun doch angekommen. Ich war endlich angekommen in meinem ganz persönlichen Urlaub. – Allerdings ganz anders, als geplant und noch zweimal umständehalber umgeplant…

Das Schöne liegt so nah

Natürlich geht es meinen Eltern-Freunden genauso wie vielen Eltern, Ihnen vielleicht und auch anderen wie mir, die keine eigenen Kinder betreuen: „Was tun?“
Am nächsten Tag erhielt ich eine fröhliche Nachricht von meiner Freundin, Maximilians Mama. Inspiriert von mir habe sie die Terrasse auf der nervig andauernden Hausbaustelle aufgehübscht und beschlossen, auf eben jener ab sofort am Nachmittag Spiele, Lektüre, Kaffee und Kuchen zu zelebrieren, um abends mit einem Glas Wein zu chillen. – Ich strahlte. Auch sie hatte den Knopf für „anders geht es auch gut“ gefunden.

Sommerliche Wünsche, ganz leicht

Ich wünsche Ihnen, dass Sie zunächst einmal sich selbst „abholen“. Seien Sie lieb und wohlwollend mit sich. Bedauern Sie sich ruhig, dass das alles so blöd gelaufen ist, bevor Sie realisieren, dass das nur eine zweite Wahrheit ist und Sie sich entscheiden können. Einatmen. Pausieren. Ausatmen. Pausieren. Einatmen. Pausieren. Ausatmen. Auf vier Zeiten. Circa 4 – 10 Minuten lang. Was den navy seals hilft, funktioniert auch bei Ihnen. Relax. Dann schauen Sie, wie Sie es sich schön machen können. Was gibt es hier zu entdecken, im vermeintlich Bekannten? Wohin könnte man mal einen Ausflug machen? Einen, den Sie sonst nie machen, weil Sie ja sonst immer verreisen. Einmal um die Ecke und von unten nach oben kucken, was Spaß machen oder einfach nur gut tun würde. Mit wem? Hier. Jetzt. Freuen Sie sich, dass Sie überhaupt darüber nachdenken und frei entscheiden können. Vielen Menschen geht es im Moment ganz anders.

Was für ein Glück ich doch habe!

Ehrlich empfundene Dankbarkeit ist ein Zufriedenheits-, Glücks- und gute Laune Dünger. Wir dürfen uns sehr glücklich schätzen, in einem Land zu leben, das im Frieden ist. Einem Land, das eigentlich überall schön ist, an manchen Stellen ganz besonders. Wir haben Berge, Seen, Flüsse, sogar zwei Meere, interessante und entdeckungswerte Städte und Kulturen. Bedenken Sie auch, wie gut es Ihnen in all den Schwierigkeiten geht. Wirklich, in vielerlei Hinsicht sogar. Es gibt also viele gute Gründe, glücklich sein zu wollen. Jetzt. Hier.

Sonnige Haltung und das Leben zelebrieren

Knipsen Sie sich bewusst an auf „Sonnenschein“ oder, wenn Sie lichtempfindlich sind, was auch immer angenehm für Sie ist. Sommer. Pause. Ruhe. Freiheit. Familie. Welches Wort zieht bei Ihnen? Und haben Sie schon gesehen, wie schön der Himmel, die Sonne ist, die Haarlocke eines geliebten Menschen und wie herrlich es ist, einfach einmal herumzugammeln, schöner gesagt „in den Tag hineinzuleben“? Ist das nicht eine wundervolle Formulierung? Der Tag liegt vor einem (oder wo eigentlich?) und man lebt in ihn, in das Leben hinein. Wow! Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich. Machen Sie das ruhig einmal wieder. Es ist nachweisbar richtig gut für´s Gehirn, jedenfalls für gewisse Zeit. Und danach sprießen die ersten Ideen oder auch nicht, weil Sie feststellen, wie müde und erschöpft Sie sind, oder schon lange einmal ein Buch am Stück lesen wollten oder die Gelegenheit günstig ist,…

Flexibilität

Flexibilität ist ein Zauberwort. Immer schön locker in den Knien bleiben. Humor hilft. Lachen im Besonderen. Sicherheit im außen ist eine Illusion, die Sie nur in sich zur beständigen Ressource transformieren können. Zum Beispiel auf jedwede Änderung eine passende Verhaltensweise zu finden. Und manchmal knirscht das eben eine ganze Weile. Dann hören Sie mich, Ihnen motivierend gut zusprechend „willkommen als Mensch!“ Das wird schon. Dranbleiben. Tage. Wochen. Monate. Jahre. Jahrzehnte. Ein Leben lang.

Ich freue mich auf Ihre sommerlichen Rückmeldungen und darf verkünden, dass in einem dieser wundervollen Momente nach einer Siesta mir eine Idee gekommen ist. Sie dürfen sich mit mir auf einen neuen Erlebnisabend im inmetra® Programm freuen, der sich mit Techniken, Interventionen und Methoden beschäftigt, kurz und gut mit der Frage, warum und wie Coaching eigentlich wirkt. Schon mal im Kalender notieren:

Mittwoch, 9. September 2020 von 19 – 21.30 Uhr
online per Zoom, Beitrag 20 Euro
Das ist eine gute Möglichkeit, mich ganz unverbindlich als Coach und Trainerin kennenzulernen.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung per eMail oder einfach gleich hier.

Auch, wenn dies nur eine kleine Inspiration zwischendurch ist und ich bis zum Pausenende noch einiges vorhabe, zum Beispiel einfach nur zu sein. Etwas aus mir heraus entstehen zu lassen. Vieles sein zu lassen. Oder wirklich auch: Zu tun. – Ganz in meinem eigenen Rhythmus. Ist das nicht fantastisch, Luxus pur? Ich bin unendlich dankbar und freue mich darüber. Was für ein Glück ich doch habe! – Sie auch?

So oder so, versuchen Sie die Zeit wahrzunehmen, sie zu dehnen, zu strecken, anzuhalten, wo es besonders schön ist, den Moment zu genießen und dieses Gefühl ins weitere Leben mitzunehmen, in Endlosschleife…

Wenn Sie lernen wollen, wie (Selbst-) Coaching in Partnerschaft, Familie, Beruf und Alltag funktionieren kann, dann heiße ich Sie in der nächsten NLP Practitioner Ausbildung herzlich willkommen. Sie beginnt am 15. Januar 2021.

Ihre

 

 

 

 

 

 

Vanessa Vetter – die Frau für Veränderung. Because change is your chance.

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