Change or development? – Veränderung oder persönliches Wachstum!

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Change or development? – Veränderung oder persönliches Wachstum!

Es geht nicht um den Schmetterling

Er bietet sich dennoch als Metapher für Veränderungsprozesse an.

Doch vorab – ist es nicht bemerkenswert, dass sie seit ein paar Jahren scheinbar überall herum“fliegen“, die Schmetterlinge: Auf Bauzäunen, Tischdecken, Handtüchern, Ordnern. Sogar auf dem Toilettenpapier einer Steuerberatungskanzlei ist er mir schon begegnet. Stellen Sie sich einmal ganz verrückt vor, und das wäre ja wirklich verrückt, wenn die Schmetterlinge uns Menschen damit eine Botschaft übermitteln wollten…, welche könnte das in Ihrem Leben gerade sein?

Was löst der Anblick eines Schmetterlings eigentlich bei Ihnen aus? Ist es die Leichtigkeit, die Sie fasziniert, die Unvoreingenommenheit, mit der er von Blüte zu Blüte flattert und sich offensichtlich einfach des Lebens freuen kann? Ist es die Art und Weise wie er entsteht, also dieser Transformationsprozess von Ei – Raupe – Puppe zum Schmetterling? Oder finden Sie den Schmetterling – der übrigens mit der Biene zu den wichtigsten Bestäubern in der Natur zählt- am Ende doof? Dann wird es besonders interessant. Im Neuro Linguistischen Programmieren (NLP) gibt es eine sog. Grundannahme, die da lautet: „Widerstand hat etwas mit mir und nicht mit dem anderen zu tun“. Dann wäre die Frage: Was reizt Sie beim Schmetterling? – Das Flatterhafte, das Vergängliche, das Ungreifbare, die Zartheit, die Unbekümmertheit, oder…?


Der Schmetterlingseffekt und die Systemtheorie

Der Begriff „Schmetterlingseffekt“ stammt aus einem Vortrag des U.S. amerikanischen Meteorologen Edward N. Lorenz im Jahr 1972. „Bringt der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas zum Ausbruch?“ Lorenz hatte mit seinem Computermodell zur Überwachung des Wetters gearbeitet. Da er keine Lust mehr hatte, endlose Zahlenreihen einzugeben und dachte, das würde keinen großen Unterschied machen, rundete er auf volle Dezimalstellen auf. Baff erstaunt war er, festzustellen, dass das die Weltwettervorhersage völlig veränderte. Eine winzige Veränderung an der richtigen Stelle kann enorme Folgen haben. Das Fazit: Geringfügige Änderungen können langfristig zu einem völlig anderen Verlauf führen. Diese Erkenntnis wird auch gerne als Beispiel herangezogen, um zu veranschaulichen, dass die Gesamtheit der Natur ein System ist und nicht etwas, das, von uns getrennt, beliebigen Experimenten und Behandlungen ausgesetzt werden kann – nicht, ohne einen wesentlichen Effekt zu haben.

wingwave® wie der Flügelschlag eines Schmetterlings

Diese Metapher nutzen übrigens Harry Siegmund und Cora Besser – Siegmund vom Besser Siegmund Institut in Hamburg (BSI). Sie haben die Methode wingwave® Coaching entwickelt. Unter anderem war ein Aspekt für die Namensgebung, dass die Methode mittels des Myostatik Tests punktgenau ansetzt. Und genau damit kann der Coach relevante Ergebnisse und Effekte im Gesamtsystem des Klienten bewirken.

Symbolik in den Kulturen der Welt

Das deutsche Wort Schmetterling hat einen etymologischen Ursprung im Tschechischen „smetana“ , was soviel wie „Sahnevogel“ bedeutet; ähnlich wie im Englischen „butterfly“ – also „Butterfliege“. Das kommt von der angeblichen Vorliebe des Schmetterlings für Sahne und Rahm. Auf altgriechisch heißt Schmetterling „psyche“ (auch Atem, Hauch und Seele). Die Nymphe Psyche wird oft mit Schmetterlingen abgebildet. Er steht für die Entwicklung der Seele und die Erschaffung des Lebens aus dem Tod heraus. Bei den Japanern symbolisiert ein weißer Schmetterling die Seele des Verstorbenen, die, befreit von den körperlichen Verstrickungen, im Jenseits angekommen ist.

Apropos, bei einer Hausführung im Schloss Friedrichshof in Kronberg im Taunus habe ich die Anekdote gehört, der zufolge beim Tod von Kaiserin Friedrich (Victoria von Großbritannien) am 5. August 1901 aus dem Nichts ein Schmetterling im Raum aufgetaucht sein soll, der zum Fenster hinausflog.

Achtung

Wer jetzt noch keinen Respekt vor dem zierlichen Flatterling bekommen hat, und immer noch in „niedlich“ denkt, mag sich mit dem Wissen um den Monarchfalter neu besinnen. 100 Millionen dieser Wanderfalter ziehen jährlich bis zu 3.600 km, viele Feinde und Gefahren überwindend, von Nordamerika bis nach Mexiko, um dort auf wenigen Hektar in einer bestimmten Baumart in der Sierra Nevada Winterquartier zu beziehen. – Wie finden diese Schmetterlinge ihren Weg? Wie schaffen Sie mit ihren kleinen, zarten Flügelchen diese enorme Strecke? Das fragen sich auch die Wissenschaftler. Diesen Dokumentarfilm lege ich Ihnen aus verschiedenen Gründen ans Herz (für alle wingwave® Coaches ein „must see“), Nick de Pencier, Die Reise des Schmetterlings – Das Geheimnis des Monarchfalters, 2007, ca. 78 Minuten.  Sehenswert!

Als die Raupe dachte, sie stirbt, wurde sie zum Schmetterling.

Wandel wird mitunter nicht nur als beschwerlich, sondern auch als existentiell erlebt. Wenn Sie sich einmal eine Schmetterlingsverpuppung in Zeitlupe ansehen, werden Sie mir zustimmen: es sieht wirklich nicht nach Sonntagsspaziergang aus. Tod eines alten Seins als notwendige Voraussetzung für die Geburt eines neuen.

Als Coach begleite ich Menschen in den unterschiedlichsten Stadien. Hier noch ein Ei, dort eher Raupe, da eine (zunächst vielleicht sehr schmerzhafte) Verpuppung. Oder wie beim Monarchfalter: Optimierung von Spitzenleistung. Übrigens: Der Schmetterling im inmetra® Logo steht für immerwährende Transformation. Ob wir diese Prozesse annehmen und ob wir sie als angenehm, anstrengend oder schwierig empfinden mögen…, jedenfalls ist es auch im menschlichen Dasein so angelegt. Wir kommen nicht darum herum. Alt wird man von selbst. Bewusste Entfaltung in ein besseres (glücklicheres) Selbst hinein ist etwas ganz anderes.

Kleines 1×1 der Veränderung

Eine gute Basis und nützliche Kompassausrichtung finden Menschen sowohl im professionellen, wie im persönlichen Bereich in einem NLP Practitioner Kurs. Jedenfalls hatte ich es damals so erlebt, als „kleines 1×1 der Transformation“, das mir jeden Tag kostbare, alltagstaugliche Fertigkeit geworden ist. Wenn Sie sich interessieren, dann finden Sie hier Information.  Für ein persönliches Kennenlernen nehmen Sie bitte direkt Kontakt auf.
– Sind Sie schon beflügelt?

Widmung
Diesen Blog widme ich allen, die Vanessa heißen. Denn „Vanessa“ ist ein Edelfalter, eine Schmetterlingsart. Im Schottischen und Irischen soll der Name „Königin der Schmetterlinge“ oder „Schmetterlingselfe“ bedeuten. Wenn Sie Vanessa heißen, dann haben Sie vielleicht Lust, einmal darauf zu achten, wo Sie etwas von der hier beschriebenen Typologie – auf der Sonnen-, wie Schattenseite in Ihrer Persönlichkeit wiederfinden.

Veränderungen dürfen auch schnell gehen und Spaß machen. Lassen Sie sich überraschen!
Ihre

 

 

 

 

 

Vanessa Vetter

Urheberrechtlicher Hinweis
Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen Sie nur mit ausdrücklicher Genehmigung nutzen. Lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie interessiert sind.

2 Kommentare

  1. Sigrid Lepczyk
    26. August 2016

    Liebe Frau Vetter,

    der Artikel passt im Moment sehr gut in unsere Situation. Mal sehen, wer den Tod überwindet und als Schmetterling hervorgeht.

    Ihnen liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sigrid Lepczyk

    Antworten
    • inmetra
      11. Oktober 2016

      Liebe Frau Lepczyk,

      der Tod ist als Transformationsphase immer zu überwinden. Die Frage ist nur wie und als wer man was anschließend weitermacht. Das wird nun schon fast philosophisch-metaphysisch…

      Das Wichtigste ist – und das gilt für uns alle, inclusive mir-, dass wir gut auf uns achtgeben. Wenn wir körperlich, geistig und emotional in Balance sind, dann können wir auch in turbulenten Zeiten einen klaren Kopf bewahren, für uns wohl überlegte Entscheidungen treffen, spontan auf Angebote reagieren, sowie Dankbarkeit und Freude im Alltag empfinden. Es ist in solchen Zeiten besonders wichtig, gut zu sich selbst zu sein und zu schauen: Wo weniger? Wo mehr? Welche Bedürfnisse habe ich jetzt, heute? Und es auch umzusetzen. Dann kann das Leben vielleicht immer wieder in längeren und kürzeren Phasen wirklich anstrengend sein, doch (er)lebenswert und interessant bleiben.

      Haben Sie vielen Dank für Ihren Kommentar. Für mich sind Sie ohnehin ein „goldener Schmetterling“, genau dort, wo Sie flattern!

      Ich wünsche Ihnen das Beste.
      Ihre Vanessa Vetter

      Antworten

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