Frieden. – Wie sieht er bei Ihnen aus?

Stelle Dir vor, es ist Krieg und Du machst einfach nicht mit…

Krieg und Frieden – 1922

Gegenüber von inmetra® in Frankfurt ist die beeindruckende Frauenfriedenskirche. Hedwig Dransfeld, eine visionäre Frau in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, ließ sie, trotz vielerlei Rückschläge, beharrlich und zielstrebig mit Spendengeldern erbauen. Die Kirche sollte ein Mahnmal für den Frieden und gegen Krieg sein und den gefallenen Männern (Väter, Söhne, Brüder, Gatten) zur Ehre dienen. Das war vor 100 Jahren.

2022 – Frieden oder Krieg?

Wie sieht das heute aus? Sind wir als Menschheit in Sachen Frieden weitergekommen? Ein universelles Gesetz besagt, „wie außen, so innen; wie im Innen, so im Außen“. Ich lade Sie mit diesem Artikel ein, den Blick nach innen, also auf den Frieden in Ihrer eigenen Lebenswelt zu richten. Stellen Sie sich vor, Sie sähen sich von außen, wie einen Schauspieler, auf Ihrer Lebensbühne agieren: Wie verhalten Sie sich in Bezug auf friedlich sein? Wie geht es Ihnen? Sind Sie im Inneren und ist Ihr Äußeres in Frieden? – Sind Ihre Worte friedlich? Ist Ihre Haltung -wem gegenüber- friedlich? Sind Ihre Verhaltensweisen friedensstiftend? 2122 – Was wird dann wohl ein Besucher der Frauenfriedenskirche sagen?

Zuerst einmal vor der eigenen Haustüre kehren!

Es ist leicht, einen Schuldigen zu statuieren. Es ist leicht, den Finger auf jemanden zu zeigen (bedenken Sie dabei, vier Finger zeigen zurück). Als Mediatorin und Coach übe ich mich seit Jahrzehnten in Neutralität und Allparteilichkeit. Ich weiß, dass jeder von uns in seiner subjektiven Wirklichkeitskonstruktion lebt. Es gibt Geheimnisse und versteckte Intentionen. Es gibt „Speziwirtschaften“ und krasse Manipulation. Ja, es gibt auch wirklich böse Menschen. – Steigen Sie also nicht vorschnell in eine Ansicht ein, die Ihnen von einer Seite als Wahrheit suggeriert wird. Kennen Sie wirklich alle Umstände? Können Sie diese überhaupt kennen? Geht Sie die Sache etwas an? Was kann das darüber liegende Meta Ziel sein? Für Frieden, statt gegen jemanden zu sein, zum Beispiel.

Frieden beginnt in Ihren Gedanken, Worten, Taten 

Wie erleben Sie also den oben skizzierten Hauptdarsteller in Ihrer Welt? Wäre da etwas mehr Herz, Wohlwollen, Neutralität, Güte nötig? Sind friedliche Worte und Verhaltensweisen „ausbaufähig“? Gibt es mit jemandem etwas zu klären und zu befrieden? Was ist Ihr persönlicher Beitrag für Frieden? Was tun Sie dafür? Ich frage Sie: Wie soll es mit dem Frieden zwischen Völkern klappen, wenn wir schon in der eigenen Familie, in der Hausgemeinschaft oder in einem Stadtviertel nicht in der Lage sind, friedlich miteinander umzugehen? Hier ist Ihr Trainingsfeld und Ihre Praxis gefragt. Jetzt.

Ein kleines Beispiel aus meiner Welt 

Heute ist einer meiner persönlichen Friedensfeiertage. Heute morgen um viertel vor neun Uhr schaffte ich es wieder einmal. Und das kam so: Letzten Sommer gab es eine Situation in meinem Haus, die mich im Affekt sehr wütend machte. Ich reagierte entsprechend, denn ich war im wahrsten Sinne des Wortes: Stinksauer. Es ging nämlich um Zigarettenkippen im Hausflur von mir nicht bekannten Kettenrauchern… Den guten Grund für mein Verhalten habe ich immer noch, doch die Verhaltensweise würde ich nicht wiederholen. Seither sprach eine Nachbarin nicht mehr mit mir, obwohl ich zuerst nicht wusste, dass sie es war, die von meinem Verhalten betroffen war. Jeden einzelnen Versuch, mit ihr zu sprechen, quittierte sie mit Ignoranz, Wegdrehen, die Türe oder das Fenster vor meiner Nase schließen. – Vielleicht kennen Sie so etwas? Doch ich bin sehr beharrlich friedlich. Ich grüßte sie ungeachtet dessen jedes (jedes!) Mal, wenn ich sie sah und versuchte es monatelang immer und immer wieder: Warum sprechen Sie nicht mit mir? Ich würde das so gerne verstehen und klären. – Bums, Türe zu. Doch nicht heute: Ich grüßte sie wieder und fragte wieder. Es kam eine kleine Reaktion. Sie sah mich immer noch nicht an, blaffte jedoch rückwärts „das wissen Sie doch selbst.“ Heureka! Ich blieb dran und ja… schließlich stand sie mir gegenüber. Wir hatten Augenkontakt. Ich konnte meine Entschuldigung platzieren, meine Sichtweise, mein Bedürfnis, meine Perspektive schildern. Wir kamen auch zu einer Verabredung, wie wir in Zukunft damit umgehen, wenn auf ihrer oder meiner Seite etwas nicht passt. Das war mir schon wichtig. Die Nachbarin fuhr mit einem Lächeln davon und mein Herz strahlt noch immer in friedlicher Freude: Friedenssiegestaumel.

Frieden braucht friedliche, gute Kommunikation

Auch das wissen Sie selbst am besten. So lange man noch miteinander sprechen kann, so lange „ist der Ball im Spiel“. Danach wird es deutlich schwieriger. Daher ist ist meine Frage, wenn sich jemand für eine Konfliktklärung bei mir meldet: „Sprechen die Beteiligten noch miteinander?“ Wenn nicht, dann beginne ich nämlich mit Einzelgesprächen.

NLP ist ein super Konflikt – und Kommunikationstraining, denn Technik und die eigene Haltung machen das Spiel!

Mit Hingabe bin ich Kommunikationstrainerin und Trainerin für das Neuro Linguistische Programmieren (NLP). Hier schule ich Zusammenhänge, Kniffe und Techniken, wie friedliche (Dr. Marshall Rosenberg bezeichnete sie in Anlehnung an Ghandi als „gewaltfreie“) Kommunikation und Emotionsmanagement funktioniert, was die eigene Haltung ausmacht und wie man einen Perspektivwechsel zustande bringt – nicht, um die Meinung des anderen zu übernehmen, sondern um Verständnis für dessen Sichtweise auf dessen „Landkarte“ (Weltsicht) zu bekommen. Wenn beiderseits Verständnis dämmert, ist der Sonnenaufgang nicht mehr weit. Ab hier ist eine Verhandlung für eine Lösung und Befriedung in Sicht.

Vanessas Tipp

Eine konstruktive, Frieden anstrebende Begegnung kann nur funktionieren, wenn Sie selbst – mit sich, Ihrem Leben, Ihrer Welt im Frieden sind; sich immer wieder zurück in Ihren eigenen Frieden steuern, wenn er im Alltag abhanden kommt. Das kann ja nun wirklich mal passieren. Unbewusst strahlt jeder Mensch eine Schwingung aus. Die Worte alleine sind es nicht, sondern eben diese Frequenzen, in denen sie eingebettet sind. Jeder Mensch kann spüren, wenn „süßholzgeraspelte“ Worte das Messer in der Tasche verstecken. Meine Nachbarin konnte sich mir öffnen, weil ich komplett im Frieden mit ihr war. Irgendwann hat sie es spüren und sich einlassen können. Vielleicht hat sie auch gemerkt, dass sie selbst nicht im Frieden war und das mit mir „eigentlich“ gar nichts zu tun hat. Frieden heißt keinen Vorwurf zu machen, kein Nachtragen alter Zöpfe, keine martialische Sprache, kein Beschuldigen („blaming“), kein Verurteilen – heißt auch nicht, Freunde zu werden oder plötzlich die andere Meinung zu unterstützen.

inmetra® – NLP ist ein wertvoller Schatz für Beruf und Alltag

In den 8 Modulen des NLP Kurses lernen Sie, wohlwollend-kritisch auf sich selbst zu blicken, Ihre Haltung zu reflektieren, Bedürfnisse zu erkennen, Emotionen zu harmonisieren, Gedanken zu hinterfragen, Überzeugungen auf den Prüfstand zu stellen, mit sich und anderen wertschätzend zu kommunizieren; Ihre Konfliktkompetenz zu stärken, achtsam hinzuhören und gut nachzufragen, statt Bewertungen zu formulieren… Dieser Kurs beinhaltet einen reichen Schatz von Methoden aus der Kommunikationspsychologie, die wirkmächtig und einfach anzuwenden sind. – Meine herzliche Empfehlung! Schauen Sie gerne, was Teilnehmer über mich als Trainerin und den Kurs sagen unter Referenzen auf meiner Website. Der nächste NLP Practitioner Kurs beginnt am 29. April 22 (hier ist die Kursbeschreibung als pdf).

Frieden sollte ein Schulfach sein!

Ich habe mir Frieden über die Jahrzehnte selbst beigebracht, weil ich das Leben in „gut“ und „angenehm“ bevorzuge. Ich habe es weder in meiner Familie, noch in der Schule oder auf der Universität gelernt. Wie ist das bei Ihnen? – Was bedeutet Frieden für Sie persönlich? Es ist recht interessant, darüber zu sinnieren und sich im Umfeld darüber auszutauschen. „Problem talk creates problems. Solution talk creates solutions“ oder, wer sich über Frieden unterhält, nährt die Schwingung von Frieden. Wer über Krieg debattiert, … Genau! Sie haben das sofort verstanden. Wie nähren Sie täglich Frieden?

Ihre Friedenskompetenz: Bevor Sie sagen, „bei mir ist doch alles gut!“

Wenn Sie sich als fortgeschritten einstufen, dann bekommen Sie von mir eine Übung zur weiteren Verfeinerung Ihrer Friedenskompetenz. – Haben Sie Lust dazu? Wie schön:
  • Überprüfen Sie kritisch Ihre Worte, Ihre Haltung.
  • Lösen Sie sich von alten, unfriedlichen Verstrickungen (ggf. mit Unterstützung eines Coachings, wenn Sie selbst nicht weiterkommen). Seien Sie ehrlich. Schließen Sie bewusst Frieden im Freundes-, Familien-, Kollegenkreis. Reichen Sie jemandem die Hand für eine Versöhnung, eine Aussprache.
  • Welche Spielsachen geben Sie (oder tolerieren Sie bei) Ihren Kindern? Frieden oder Krieg?
  • Sind Ihre Nahrungsmittel friedlich erzeugt? Wie sieht es mit anderen Produkten aus? Unterstützen Sie damit Frieden?
  • Ihre Wertanlagen – in welchen Firmen sind Sie beteiligt? Unterstützen Sie damit mittelbar den Frieden auf der Welt oder ist am Ende der unternehmerischen Kette ein wirtschaftlich lukrativer Krieg finanziert?
  • Welche Filme, Bücher, Theaterstücke „ziehen Sie sich,“ im wahrsten Sinne des Wortes, rein? Krieg oder Frieden?
  • Läuft der politische Angstmacher und Kriegsticker bei Ihnen im Dauereinsatz? Das ist Krieg, kein Frieden.
  • Wie verhalten Sie sich im Straßenverkehr? Fahren Sie friedlich Rad oder Auto?

Egal, wie es in den Wald hineinruft, rufen SIE friedlich zurück!

Wenn jeder von uns Frieden praktiziert, (erst) dann wird es vermutlich keinen Krieg mehr geben. Stellen Sie sich vor, es ist Frieden und einer ist dagegen. Wir haben zu tun! – Sie haben zu tun. Jeder kann etwas tun. Jetzt. Ihre Vanessa Vetter – die Frau für Motivation und Veränderung. Because change is your chance. Urheberrechtlicher Hinweis Respekt, Fairness und Wertschätzung sind mir sehr wichtig. inmetra® ist eine eingetragene Marke. Alle Rechte liegen bei Vanessa Vetter. Texte oder Textteile dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung genutzt werden. Lassen Sie mich bitte wissen, wenn Sie daran interessiert sind.

2 Antworten

  1. Liebe Vanessa, Du sprichst mir aus dem Herzen. Das friedliche Miteinander auf dem großen Erdenball kann nur gelingen, wenn jeder Mensch in seinem Wirkungsfeld friedlich denkt, fühlt und agiert. Ja, eine Herausforderung – jeden Tag. Und gleichzeitig auch eine Chance zu wachsen und zwar nicht allein, sondern den Friedenssamen säend auch dann gemeinsam. Auch ich habe diese Erfahrung gemacht – und eben auch umgekehrt, wenn ich nicht mit friedlichen Gedanken oder Worten einem Menschen oder mir selbst gegenübertrat. Die Mühe lohnt sich und die ZuFRIEDENheit mit dem eigenen Leben und sich selbst wächst. Danke für diesen Impuls.

    1. Liebe Christina!
      Vielen Dank für Deine Kommentierung. Als Mediatoren Kollegen haben wir unter anderen Werten „Frieden“ gemeinsamen und „Persönlichkeitsentwicklung“ sowie die Zugehörigkeit zur internationalen Menschheitsfamilie. Ja, Frieden ist ein Weg und auch die steilen Etappen wollen immer wieder gemeistert werden. Innerlich habe ich ein Bild vor Augen: In der Schweiz fiel mir auf, dass vor vielen (vielen!) Haustüren ein Kehrbesen steht. Eine wunderbare Erinnerung, bevor man von anderen etwas verlangt, erst einmal vor der eigenen Türe Konflikte, Unfrieden, Groll wegzufegen. Wir machen jedenfalls weiter. Wir kehren und zeigen anderen, die es lernen möchten, wie es gehen könnte. – Ich bin dankbar, in Dir eine Weggefährtin zu wissen. Danke.
      Vanessa

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